Ich mach jetzt mal nichts

Es ist der 9. Dezember und wir befinden uns in der Fragestunde zu Beginn der Landtagssitzung. Es geht um die Verkehrssicherheit und dafür ist Landeshauptmann-Stellvertreter Tschürtz zuständig. Die Anfrage bezieht sich auf das Problem der überfüllten Schulbusse und nach Lösungen für das Problem. Nachdem Tschürtz ausführlich erläutert, dass das wirklich ein großes Problem sei und dass man sich da etwas überlege müssen, frage ich nach: „Herr LH-Stellvertreter, Sie sprechen davon, dass Maßnahmen nötig seien. Welche Maßnahmen erachten Sie für richtig, um das Problem zu lösen? “ Und ich bekomme folgende Antwort: „Das überleg ich mir noch, aber erst nach der Nationalratswahl, denn dann wird die FPÖ erste sein und wird in der Bundesregierung sein.“

Ah ja. Ich halte das für ein interessantes Amts- und Arbeitsverständnis eines Landeshauptmann-Stellvertreters, der für die Verkehrssicherheit zuständig ist.

Dass er auch andere Arbeitsbereiche eher leger sieht, zeigt die Antwort von LH-Stv. Tschürtz auf die Frage, wie das neue Hauptreferat Sicherheit, das eigens für ihn geschaffen wurde, konkret aussehen soll. Seine Antwort – nach einigem Herumdrucksen: „Jeder kann sich dazu vorstellen, was er will.“
Ist ja alles nicht so schlimm, der Landeshauptmann kommt sogleich zu Hilfe, meldet sich und erklärt wortreich, was das neu geschaffene Hauptreferat alles zu tun hätte. Na, Hauptsache der Landeshauptmann weiß es. Er hat ja auch die Fäden in der Hand. Er allein.