Tschürtz amüsiert sich bei Nazi-Code

Wenn ein Landeshauptmann-Stellvertreter in seinem Büro eine Vernissage eröffnet, dann kann es auch ihm passieren, dass etwas vorfällt, worauf er nicht vorbereitet war. Umso entlarvender ist dann die Spontanreaktion auf einen Zuruf aus dem Publikum. Denn da ist nichts eingeübt, da ist alles authentisch.

Was ich meine, zeigt sich in diesem Video (mit Dank an die Offensive gegen Rechts Burgenland, die diese Szene aus einer Berichsterstattung von CCM-TV herausfilterte):

Im Büro von LH-Stv Tschürtz

Wer sich amüsiert, dass jemand auf einer Veranstaltung eines FP-Regierungsmitglieds die Zahl „88“ als erste Assoziation ausruft, weiß genau, worum es geht. Er weiß, dass es eine Grußformel unter Nazis war und ist und er weiß, dass in der rechtsradikalen Welt diese Zahl als Synonym für Hitler verwendet wird.  Und Tschürtz lacht dazu.

Nun könnte jemand vielleicht einwenden, ein Veranstalter sei nicht dafür verantwortlich, was ein Teilnehmer von sich gebe. Aber Tschürtz bleibt nicht neutral und nimmt diese Zahl wie jede andere zur Kenntnis. Er findet es geradezu erheiternd, dass hier ein Code ausgesprochen wird, der klar zum Ausdruck, wer sich hier versammelt hat. Der LH-Stellvertreter des Burgenlandes amüsiert dabei. Und LH Niessl scheint das auch nicht sonderlich zu stören.

So „harmlos“ ist also die FPÖ im Burgenland. So tickt rot-blau im Burgenland. Amüsieren kann mich das keineswegs.