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Tschürtz muss zu „Rassenreinheits-Kommentar“ von Parteifreund Stellung nehmen

Ein Parteifreund von Minister Hofer und Landeshauptmann Stellvertreter Tschürtz streift öffentlich an Wiederbetätigung an.

Wir fordern eine Stellungnahme von Johann Tschürtz zum „Rassenreinheits-Kommentar“ von FPÖ-Funktionär

Bernd Babitsch, FPÖ-Funktionär in Pinkafeld, hat kein Problem mit einem Nazi-Posting eines Parteifreundes in Oberösterreich. Auf der website von oe24.at bringt er unverhohlen seine Ideologie zum Ausdruck, wenn er kommentiert (Rechtschreib- und Beistrichfehler wurden aus dem Kommentar übernommen): „Bei jeder seriösen Zucht von Tieren wird darauf geachtet das nichts vermischt wird. Und hier wird unnötig wider aus einer Mücke ein Elefant produziert.“ (siehe screenshot)

Für Regina Petrik, Landessprecherin der GRÜNEN Burgenland, ist das eine ungeheuerliche Entgleisung, die die rechtsextreme und nationalistische Ideologie des FPÖ-Funktionärs offenbart. „Menschen mit Zuchttieren zu vergleichen und Rassenreinheit zu propagieren, kramt tief in der nationalsozialistischen Kiste. Hier streift ein Parteifreund von Minister Hofer und Landeshauptmann Stellvertreter Tschürtz öffentlich an Wiederbetätigung an. Ich fordere Johann Tschürtz als Landesparteiobmann der FPÖ auf, klar Stellung zu beziehen und Babitschs Äußerungen öffentlich zurückzuweisen.“

Bedauerlicher Einzelfall?

Wir haben nun eine Regierungspartei im Land, die Menschen mit folgenden Aussprüchen als Spitzankandidat eines Bezirks für den Landtag kandidieren lässt: „Eine Waffe an den Kopf und zurück ins Meer.“
Der Satz wurde von Herbert Schütz (FPÖ) auf einer Informationsveranstaltung bezüglich eines Asylquartiers in Wiesen ausgesprochen.
Es ist nicht nur beschämend, dass so etwas überhaupt ausgesprochen wird. Es ist schockierend, dass so ein Satz weder vom anwesenden SPÖ-Politiker noch vom anwesenden ÖVP-Bürgermeister schärfstens zurückgewiesen wird. Die Sprache wird nicht nur rauher, sie wird auch brutaler.

Für mich ist das Aufforderung zu einer kriminellen Handlung. Ob das strafrechtlich relevant ist, lasse ich noch juristisch abklären.
Regina Petrik