Hetze von der Regierungsbank aus

Nach vier Monaten auf der Regierungsbank kann sich  FPÖ-Landesrat Alexander Petschnig einfach nicht mehr zurückhalten. Gab es von seiner Seite schon vor der Landtagswahl Tipps an einige Bürger einer südburgenländischen Gemeinde, wie sie die Unterbringung von Asylwerbenden in ihrem Ort verhindern könnten, so untermauert er nun eine hetzerische Aussendung des FPÖ-Abgeordneten Richter, in der er gegen die Unterbringung von Asylwerbenden in der Gemeinde Lutzmannsburg wettert. Die Zeit der offenen hetzerischen Aussagen von der Regierungsbank aus ist also eröffnet.

Hetzerische Parolen seitens der FPÖ sind leider schon Alltag. Dass aber nun ein Landesrat beginnt, Menschen gegeneinander aufzuhetzen, ist offensichtlich der neue Stil in unserer rot-blauen Landesregierung.  Was genau hat Alexander Petschnig, seines Zeichens FPÖ-Landesrat für Wirtschaft und Tourismus gesagt? Er zeigte sich in einer Aussendung bestürzt und meinte wörtlich: „Es ist aus meiner Sicht unverantwortlich, in einer so wichtigen Tourismusgemeinde wie Lutzmannsburg Asylwerber unterbringen zu wollen.“  Da wollen Burgenländer und Burgenländerinnen helfen und Schutzsuchenden Obdach geben und ein Wirtschaftslandesrat wehrt das ab. So etwas ist unmenschlich und unwürdig.

Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist diese Aussage unsinnig und daher aus dem Mund eines Wirtschaftslandesrates gefährlich. Denn die Aussage, dass eine Tourismusgemeinde wirtschaftlichen Schaden erleiden würde, wenn sie Asylwerbende unterbrächte, ist einfach falsch und dient wiederum nur der Hetze.  Ein Blick auf die Erfahrungen der 3400-EinwohnerInnen-Gemeinde Krumpendorf am Wörthersee beweist das Gegenteil. In Krumpendorf wurden vom Bund 240 Schutzsuchende in Zelten untergebracht und etwa 70 weitere Personen in Privatquartieren. Dort hat ein Grüner Gemeinderat und Funktionär der Grünen Wirtschaft, der Nationalratsabgeordnete Matthias Köchl, gemeinsam mit engagierten Bürgern und Bürgerinnen Willkommens- und Begegnungsprogramme gestaltet, Kulturveranstaltungen und Feste für alle organisiert und damit zu einer Belebung der Gemeinde beigetragen. Die Tourismusgemeinde Krumpendorf konnte ein Nächtigungsplus von 30% verzeichnen. So geht man mit einer Herausforderung um! Hier wird deutlich, dass die Bevölkerung und die Wirtschaft in dieser Situation sogar profitieren können, wenn man es politisch richtig angeht. Der Kärtner Alexander Petschnig hat hoffentlich nicht nur FPÖ-Wirtschaftsverständnis aus seiner Heimat mitgebracht. Er sollte sich zuerst kundig machen, was nach der blauen Ära in Kärnten alles möglich geworden ist und sich gute Ideen abschauen, anstatt Abwertung und Hetze von der Regierungsbank aus zu verbreiten.
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Ein Gedanke zu „Hetze von der Regierungsbank aus“

  1. Ich will ein Kommentar über die letzte in “ Burgenland Heute“ Sendung schreiben und zwar geht es um Alarmanlagen die der Herr Tschürtz mit 30% fördern will, meine Meinung, wenn wer eine Alarmanlage braucht, der ist meistens so reich, das er sich sicher eine Anlage selber kaufen kann, mit dem Geld kann man armen Menschen mit kleinen Geldbeträgen über die Runden helfen, wäre besser eingesetzt.

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